Klinikbesichtigung

Letzte Woche haben wir uns nun endlich mal die favorisierte Klinik angesehen. Durch unseren Umzug kommt nämlich eine andere Klinik noch in Betracht, die nun genausoweit zu fahren wäre, wie die Kliniken in der Innenstadt. Und außerdem deswegen interessant ist, weil man a) über Land dahin fährt (kein Innenstadt-Verkehr, Baustellen…) und b) Krümels Oma ziemlich nah da wohnt und c) auch der Mann dort seine Arbeitsstelle hat.

Ich finds ja immer herrlich wenn die Hebammen dann versuchen einen Vortrag zu halten. Der Beamer wollte natürlich nicht und deswegen haben sie eh nur frei gesprochen. Dem Mann ist direkt aufgefallen, dass sie nicht mit einer Vorstellung der Klinik begonnen haben, sondern als erster Punkt angesprochen wurde, wann man denn in die Klinik losfährt: regelmäßige Wehen, Abgang von Fruchtwasser, Blutungen… Ich weiß garnicht was der hat. Das sind doch wichtige Dinge :)

Zumindest sieht die Geburtsstation sehr ansprechend gestaltet aus. Wobei ich trotzdem denke, dass es (hoffentlich) inzwischen keine Kliniken mehr gibt, wo Kreißsääle gekachelte Wände haben O.O

Was mir persönlich sehr wichtig ist, ist die Betreuung.

Die letzte Geburt lässt sich ja nun wie folgt zusammenfassen: Blasensprung – (meiner Meinung nach viel zu frühe) Einleitung – stundenlange sehr ineffektive Wehen – Geburtsstillstand – OP.

Da macht man sich natürlich Gedanken, ob das dieses Mal auch zwingend so werden muss. Und ich bin rückblickend der Meinung, dass die Einleitung der Knacks in der Geschichte war. Da kam mein Körper glaub ich nicht so mit klar, hatte zwar starke Wehen, die aber leider nicht viel bewirkt haben. Ich bilde mir ein, dass ein natürlicher Start der Geburt nicht zwangsläufig im OP hätte enden müssen.

Desweiteren kenne ich den genauen Personalschlüssel vom alten Krankenhaus nicht, aber es waren definitiv 2 Kreißsääle und ich meine nur eine diensthabene Hebamme. Zumindest schneite dann und wann mal einer rein, schaute nach dem Stand der Dinge und verließ uns wieder. Das Krankenhaus, was wir uns jetzt angesehen haben hat 4 Kreißsääle und (ich habe nachgefragt) 3 diensthabene Hebammen. Ich finde das klingt irgendwie nach mehr Betreuung und macht mir etwas mehr Hoffnung, dass es dieses mal vielleicht anders wird.

Ich werde mir wohl vielleicht nochmal alleine das Pränatalzentrum hier in der Stadt anschauen, weil eine Freundin da jetzt sehr begeistert war, aber es spricht vieles für die andere Klinik. (Die im übrigen auch eine Neonatologie/Kinderklinik da hat, falls was mit dem Septemberbaby sein sollte.) Das erste Gefühl war zumindest sehr postiv, gepaart mit den praktischen Dingen ;)

So ganz langsam wird mir bewusst, dass es nicht mehr so lange ist.

Auf der Arbeit heißt es nur noch 2 Wochen to go :)

2 comments

  1. Pienznaeschen says:

    Das Gefühl muss einfach passen, dann ist es die richtige Klinik. Beim kleinen Mann war es absolut das richtige KH und in der Nacht hatten wir das Glück die einzige Geburt zu sein, trotzdem wäre einem Nougatbaby dort nie mehr so gelungen und passend geworden. Dafür hatte mein Herz nun woanders das Gefühl richtig zu sein und es stimmte absolut.

    Versuche nicht zu viel zu vergleichen bei den Geburten, ich durfte feststellen das Einleitungen zB total unterschiedlich sein können – beide waren für mich absolut positiv.

    • sommerelfe says:

      ich geb mir Mühe, wobei das halt garnicht so einfach ist. :) Habe halt schon ein bisschen Angst vor so einem Deja-vu :)

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