Working Elfe

Seit 2einhalb Wochen bin ich nun wieder zurück im Unternehmen. Der Job selber ist erschreckend „wie immer“. Klar, ich hab andere Aufträge, in die ich jetzt eingearbeitet werde. Aber insgesamt ist das meiste hier beim Alten geblieben. Der ein oder andere ist in Rente, oder auch im Mutterschutz. Das sind die wenigen neuen Leute, mit denen ich hier zu tun habe. Sonst ist es insgesamt ein schönes Wiedersehen. Vorausgesetzt man erkennt mich. ;) Ich mache mir gerade ein bisschen einen Spaß daraus. Im Vergleich zu der Babykugel, die ich mit mir rumschleppte, als ich mich verabschiedete, liege ich jetzt gut 25-30kg drunter, habe braune statt hellblonde Haare. Und wenn ich dann merke, dass mein Gegenüber schon völlig verwirrt ist: „die kenn ich doch, aber ich komm grad nicht drauf…“ Dann reiche ich ihm meine Hand: „Hallo, ich bin die Neue: Schulz*“ Dann ist die Verwirrung komplett :D

Meist folgen dann bisher so Dinge, wie „echt? Hab dich fast nicht erkannt. Gut siehst du aus! Du hast ja voll abgenommen.“ Und ich muss ehrlich gestehen, dass das runter geht wie Öl. Irgendwie erwarten alle so ne völlig zerzauste Mutti oder was weiß ich. :)

Was ich noch etwas wiggelig finde, was aber von Tag zu Tag besser wird, ist die Organisation UM den Job herum. Morgens. Dass ich nicht nur mich, sondern halt auch den Krümel mit fertig machen muss. Wann steht man dann am besten auf? Wie lange kann ich den Krümel schlafen lassen? Wann esse ich mein Frühstück? Wann mache ich mich fertig? Wann ist es verkehrstechnisch sinnvoll zur Arbeit zu fahren? Wie lange dauert das „Abgeben“ im Kindergarten?

Das ist halt alles neu. Und das muss jetzt erstmal koordiniert werden. Ich erzähle ja wahrscheinlich nichts neues, dass 5 Minuten später zu Hause los fahren an bestimmten Verkehrsknotenpunkten mal eben zu 15 Minuten Verspätung führen können. Das soll dem Krümel ja aber egal sein. Das ist halt mein Problem. Aber deswegen muss ich vorm Wegbringen genügend Puffer einplanen. So ein Kind funktioniert halt nicht mit der Uhr. Wenn er meint zu versuchen die Schuhe selbstanzuziehen kann ich ihm das schlecht verwehren. Irgendwann soll er es ja auch lernen. Aber das dauert halt gleich 5 Mal so lange und wenn man dann die Geduld verliert kann es schnell in einen Schreikrampf ausarten, der dann 10 Mal so lange dauert ;)

Wie managed ihr das, wenn ihr vor eurer Arbeit das Kind noch wegbringen müsst?

 

*Stellvertretend für meinen neuen Nachnamen

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