Madeira

Letztes Jahr um diese Zeit waren wir im Urlaub auf Madeira.

Dieser Urlaub war für uns nicht irgendein Urlaub. Es war der Moment, in dem wir aktiv wurden – wir wollten ein Baby bekommen. Madeira war der Startschuss. Und auch wenn es 3 Zyklen dauerte, bis der Krümel sich zu uns auf den Weg gemacht hat, so ist doch dieser Urlaub für mich der Anfang auf dem Weg zu unserem Wunschkind.

Eigentlich ist es schier unglaublich, dass wir jetzt –  ein Jahr später – hier mit einem putzmunteren 6 Wochen alten Krümel sitzen!

Letztes Jahr war dieser Blog noch sehr “frisch” und ich hatte aus welchen Gründen auch immer irgendwie nicht das Bedürfnis euch Bilder aus diesem wunderschönen Urlaub zu zeigen. Eine Schande eigentlich. Denn wer schon mal dort war wird wissen, dass Madeira einfach toll ist. Wir waren nicht dort um einen Strandurlaub zu machen – der Atlantik und seine Wellen sind ja auch nicht ohne. Außerdem sind Strände im allgemeinen auf Madeira ziemlich rar. Wenn, dann hat man meist welche, die ausschließlich aus Steinen bestehen oder es ist direkt eine Steilklippe (und die sind dort nicht unbedingt unbeeindruckend! Eine ist glaub ich die höchste Europas?). Wir wollten wandern gehen.

Das Inland Madeiras ist mit ganz vielen Wasserkanälen, den sogenannten Levadas, durchzogen. Diese haben die Menschen angelegt, um das Regenwasser (und im Inneren regnet es sehr häufig) zu ihren Feldern zur Bewässerung zu leiten. Einige von diesen Levadas werden heute noch genutzt, andere verwildern zunehmens. An diesen Wasserkanälen kann man wunderbar entlangwandern. Wir haben uns einen Wanderführer gekauft und sind drauf los gestiefelt.

Wo Madeira an der Küste sehr warm und sonnig ist, ist es im Landesinneren sehr grün und durch die vielen Regenfälle hat man zwischenzeitlich den Eindruck, so müsse es im Urwald auch aussehen. Und wenn dann die Wanderung in den Grünen Kessel vor einem hunderte Meter hohen Wasserfall endet… (ja, das kleine Pünktchen bin ich – musste doch als Größenvergleich dienen!), da kommt man schon mal aus dem Staunen nicht mehr raus. Da lohnen sich selbst mehrere Stunden Wanderung. (Auch wenn ich danach doch froh war das Auto wieder zu sehen ;-) )

Was mich wirklich immer wieder umgehauen hat ist die Blumenpracht. Wie die Hibisken Heckenweise einfach so an der Straße blühen, man Passionsfruchtblumen auf den Wanderungen sieht oder im Botanischen Garten von Funchal. Strelizien sind da so die “Landesblumen” und wachsen an jeder Ecke in einer Größe, die einen wirklich neidisch werden lässt. Der Wahnsinn! Und ich knipps doch so gerne in der Gegend rum :) Der Papagei und der Wellensittich waren allerdings nicht in freier Wildbahn anzutreffen. Das war ein kleiner Vogelpark. Trotzdem waren sie niedlich :)

Wir haben uns immer bemüht nicht das typische Touri-Programm durchzuziehen, sondern auch mal abseits zu wandeln. So sind wir an einem Abend an das Westlichste Ende Madeiras gefahren, wo noch keine Schnellstraßen hinführen, sondern man die Serpentinen fahren muss. Dementsprechend wenig bis keine Touristen fand man dort. Und das Gefühl dort am Ende zu stehen, hinter uns einfach nur nichts. Meer soweit das Auge reicht. 8000km – dann würde dort irgendwann die Ostküste der USA zum Vorschein kommen! Irre! :)

Aber genug gequatscht, hier kommen ein paar Eindrücke aus unserem wundervollen Urlaub. Der Urlaub in dem wir anfingen eine Familie werden zu wollen :)

9 comments

    • sommerelfe says:

      genau deswegen wollte ich euch die Fotos nicht vorenthalten. Madeira ist auf jeden Fall eine Reise wert. Wegen der fehlenden Strände zwar nichts für Kinder (deswegen haben wir das ja auch vorher gemacht ;-) ), aber das heißt ja, dass du die Chance noch nutzen kannst ;-)

    • sommerelfe says:

      Was wir bezahlt haben kann ich garnicht mehr so genau sagen. Aber das Hotel hieß Orca Praia und ist wirklich direkt in die Klippen gebaut. So hat jedes Zimmer Meerblick und es ist der Wahnsinn, wenn man morgens aufwacht und nur noch Atlantik sieht und hört :) *träum*

  1. Nad says:

    Nach Madeira wollten wir auch immer mal, ja bis ich mich informiert habe das es dort nicht so rosig mit den Stränden aussieht.
    Wir sind keine typischen Strandurlauber, die sich nur in die Sonne legen. Aber wir wollen auch immer gerne ein paar schöne Strandtage haben. Deshalb bleiben wir wohl weiterhin Teneriffa treu, wo es die Mischung aus Strand, Natur und Wandern gibt.

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