Geburtsbericht

Vor ein paar Tagen habe ich von einer netten Arbeitskollegin, die 4 oder 5 Tage nach mir Termin gehabt hätte eine liebe Email bekommen. Ihre Tochter hat sich nämlich leider noch nicht auf die Welt getraut. Bei ihr wird jetzt wahrscheinlich am Wochenende eingeleitet. So schnell werden also aus ein paar Tagen Unterschied schnell mal 4 Wochen…

Sie fragte, wie die Geburt gewesen ist, wie sie angefangen hat, wie lange sie gedauert hat und ob ich eine Vorahnung gehabt hätte, dass der Tag der Geburt gekommen ist. Sehr witzig, das letzte hatte mich noch niemand gefragt. Und irgendwie habe ich tatsächlich an dem Tag glaub ich eine Vorahnung gehabt:

Wie ihr wisst, waren wir des Freitags noch auf der Hochzeit eines befreundeten Pärchens, wo es uns sehr wichtig war dort hinzugehen. Wir haben dem Bauch ja auch immer wieder gesagt: “Bis Freitag ist Auszugsverbot! Danach darfst du kommen.” Nun waren wir für Hochschwangeren-Verhältnisse sogar relativ lang (bis ca. 2 Uhr) auf dieser Hochzeit und haben noch eine ordentliche Sohle auf’s Parkett gelegt :-) Dementsprechend müde war ich am Samstag dann irgendwie doch noch. Und anstatt mich einfach auf’s Sofa zu legen und ein bisschen vor mich hinzudösen, hab ich mich vom Liebsten verabschiedet, dass ich mich nochmal kurz ins Bett lege. Der war etwas erstaunt. Aber mein Gedanke war wirklich “du musst fit sein für die Geburt.” Auch wenn ich zu dem Zeitpunkt sicherlich nicht dachte, dass dieser Zeitpunkt so schnell kommen würde.

Ich hab also wirklich nochmal eine Runde geschlafen und bin so um kurz vor 16 Uhr aufgewacht, lag im Bett und habe vor mich hin gegrübelt. Dann habe ich ein Geräusch gehört, was ich schon ein paar Mal während der Schwangerschaft gehört habe. Das hörte sich so ein bisschen wie ein Platschen an und ich hab schon einige Male überlegt, ob das wirklich aus meinem Bauch kommen kann. Ich hatte das wie gesagt schon ein paar Mal – auch relativ zu Anfang der Schwangerschaft – gehört und so hat mich der kommende Gedanke auch nicht skeptisch werden lassen. Ich hatte nämlich mal gelesen, dass einige Frauen ihren Blasensprung hören…

Genug geschlafen, eigentlich müsste ich mal auf die Toilette! Ich stehe aus dem Bett auf…. und (dachte ich in der ersten Sekunde) mache mir tierisch in die Hosen! Der zweite Gedanke “Scheiße, das könnte auch ein anderes Zeichen sein!” Ich habe also versucht unfallfrei auf die Toilette zu kommen (der Boden war ja klitschnass und ich barfuß!) und als ich nach diesem Gang immer noch Flüssigkeit verlor war klar, dass es sich nicht mehr um ein “normales Bedürfnis” handeln könnte…

Nach einem kurzen panischem Heulipopeuli (ja, man weiß ja eigentlich als Schwangere, dass der Tag irgendwann kommen würde, aber bei dem Gedanken “jetzt wird es ernst!” darf man einmal kurz in Panik verfallen! :-) ) konnte ich mich wieder fangen. Wir sind einmal in Ruhe durchgegangen, ob in der Kliniktasche weiterhin alles vollständig ist, dann habe ich mich noch einmal kurz unter die Dusche gestellt und wir haben überlegt, wie wir mich jetzt ohne die größtmögliche Sauerei in die Klinik verfrachten :-)

Meine Mutter hatte vorher mal so “Pipiunterlagen” mitgebracht für den Fall der Fälle. Perfekt! Rock an (war ja heiß und eine Hose wäre eh sofort durch gewesen), so’ne Unterlage zwischen die Beine gequetscht (was dem Beifahrersitz sicherlich gut getan hat ;-) ) und in Ruhe in die Klinik gefahren. Von Wehen war ja noch nichts in Sicht. Dort bestätigte uns auch die Diensthabende Hebamme nach ca. 5 Sekunde wg. schwallartigen Auslaufens, dass es sich nur um Fruchtwasser handeln könnte und wir “einchecken” könnten. Der Plan war bis Abends zu warten, ob sich aufgrund des Blasensprungs Wehen von alleine einstellen würden. Wäre das nicht der Fall, würde ich eine leicht dosierte Tablette bekommen, die ggf. etwas in Gang bringen könnten. Wenn die nicht anschlägt, würde ich Sonntags morgens die nächste, höher dosierte bekommen.

Ich versuchte die Wartezeit mit dem Lesen eines Buches zu überbrücken, was sich schwieriger gestaltete als man so denkt, wenn die ganze Zeit im Kopf rumspuckt, dass man dieses Krankenhaus nicht mehr alleine verlassen wird…

Abends bekam ich dann also meine erste Tablette. Wir sollten versuchen etwas zu schlafen und nur bei regelmäßigen Wehen zurück in den Kreißsaal kommen. Ich hab leider nicht wirklich ein Zeitgefühl von diesem “langen Samstag”, aber so in etwa 1,5 Stunden später machten wir uns wieder auf den Weg – bereits mit Stehenbleiben, um die Wehen zu veratmen. Die Tablette hatte also angeschlagen.

So wehten wir im Kreißsaal etwas vor uns hin, immer wieder Untersuchung was der Muttermund so macht… Zuerst bekam ich irgendwas über diesen venösen Zugang (schreibt man das so?) am Handgelenk gegen die Schmerzen. Vor einer PDA hatte ich ehrlich gesagt einen Heidenrespekt und wollte das wenn es irgendwie geht vermeiden.

Die Hebamme, die in der Nacht Dienst hatte, hat allerdings glaub ich von “Mut machen” noch nicht viel gehört. Die erzählte immer “Kinder kliegen ist halt anstrengend!” Ja, danke auch, ich habe ja auch nie das Gegenteil behauptet. Doch in dieser Situation hätte ich lieber ein “Tschakka, du schaffst es!” gehört. Klar musste ich da jetzt irgendwie durch, aber das klang bei der immer so wie “selbst schuld” … -.-

Dann bin ich etwas baden gegangen, in der Hoffnung, dass es da in der Wanne irgendwie etwas erträglicher wird. Leider kam hinzu, dass ich mich immer wieder etwas übergeben musste. Ob das an den Schmerzen oder am Schmerzmittel lag, kann ich nicht sagen. Aber es ist natürlich völlig blöde, wenn man sich versucht zu ENTspannen, denn das Übergeben bewirkt natürlich das genaue Gegenteil. :-( Ich habe keine Ahnung, wie lange ich in dieser Wanne drin war, aber auf jeden Fall wurde das Wasser irgendwann kalt und dann wollte ich da auch wieder raus. Wieder zurück im Kreißbett machte sich bei den erneuten Untersuchungen immer wieder bemerkbar, dass das Kind nicht richtig ins Becken rutscht und es eigentlich inzwischen schon viel weiter unten sein müsste…

Ich weiß garnicht mehr genau, ob wir erst die nächste Hebamme mit der 6 Uhr-Schicht bekommen haben, oder ob ich erst doch eine PDA bekommen habe, denn irgendwann wurden die Schmerzen halt so, dass ich dann auf einmal keine Angst mehr vor der Spritze ins Rückenmark hatte, sondern einfach nur noch wollte, dass es erträglicher wird. Zumal mir immer wieder mitgeteilt wurde, wie weit der Muttermund offen ist und das immer viel weniger war, als ich so gehofft hatte! In Anbetracht der Tatsache, dass da also noch einige Stunden auf uns zukommen müssten, habe ich also meine Meinung der PDA gegenüber etwas verändert. Brav haben wir versucht die Risiken und Nebenwirkungen zu lesen, dohc ich war schon in einer Verfassung, in der ich denen glaub ich alles unterschrieben hätte ;-)

Eine Erlösung, als die Anästhesistinnen dann endlich kamen, um mir diesen Zugang zu legen. Ich konnte ja noch nicht ahnen, dass die glaub ich gefühlte 6-7 Male nicht die die richtige Stelle trafen…. Die Stelle war zwar schon örtlich betäubt, aber immer wieder versuchten sie dann da irgendwie zwischen die Wirbel zu kommen. Und immer wieder still halten, Katzenbuckel machen, und dann kamen ja aber trotzdem immer wieder Wehen. Das ganze zog sich deshalb in meinen Augen wie Kaugummi. Immer wieder versuchten die das Zeug in meinem Rücken richtig zu setzen (und dabei renn ich ja normalerweise schreiend weg, wenn mir jemand mit einer Spritze kommt!), der Liebste ist zwischenzeitlich schon raus gegangen, weil er sich etwas überflüssig in dem Moment vorkam. Mein Gedanke war einfach nur so ruhig wie möglich sitzen, damit die das Ding bloß schnell platzieren können und ich endlich die Betäubung bekomme! Die braucht ja dann auch nochmal ein paar Minuten bis sie wirkt.

Und wirklich. Als das geschafft war, war ich erstmal völlig entspannt! Ein Segen! Der Liebste wurde erstmal in einen Nachbarraum geschickt, er sollte doch versuchen mal ein Auge zuzumachen. Ich glaube konnte auch ein bisschen dösen. Kraft tanken. Wie lange kann ich wieder nicht sagen. Die ganze Geburt gehört für mich gefühlstechnisch noch zum Samstag, wobei wir uns inzwischen auf jeden Fall im Sonntag vormittag befinden.

Die Schmerzen wurden dann irgendwann auch unter der PDA wieder sehr heftig. Man erklärte uns, dass es daran liegt, dass das Kind nicht richtig ins Becken rutschen kann und es immer bei jeder Wehe auf den Knochen drückt. Und einen Knochen kann man halt auch nicht mit einer PDA betäuben. Immer wieder versuchte die Hebamme das Kind im Bauch nach unten zu schieben, ihm den Weg zu weisen. Aber immer wieder das selbe Spiel: Bei den Wehen rutschte es unter inzwischen so heftigen Schmerzen wie vor der PDA trotz Volldosierung ins Becken rein, um danach direkt wieder rauszurutschen. Die Oberärztin  und eine andere Gynäkologin wurde hinzugerufen und machten sich ihr eigenes Bild von der Situation. Der Liebste erzählte mir im Nachhinein sie hätte ihm gesagt, die Tatsache, dass ich schon mit PDA so dolle Schmerzen habe würde bedeuten, dass sie ohne garnicht aushaltbar wären. Und auch so hatte das ganze Spielchen keinen Sinn. 2 Ärztinnen und die Hebamme waren sich einig: Das Kind hatte schon einen richtig geschwollenen Kopf. Es rutschte nicht weiter ins Becken und es würde nicht dort durchpassen. NOCH ging es allen Beteiligten medizinisch gut. Wir sollten handeln BEVOR z.B. die Herztöne des Kindes vor lauter Stress in den Keller gehen. Die Oberärztin erklärte mir, dass es das Beste für alle Beteiligten wäre, wenn wir im OP anrufen – Kaiserschnitt!

Eine Welt brach für mich zusammen! So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Ich wollte doch mein Kind auf natürlichem Wege bekommen. Ich hatte es doch auch bis hierher geschafft (zu dem Zeitpunkt wusste ich nicht genau, wie weit der Muttermund inzwischen auf war. Aus meinem Mutterpass weiß ich im Nachhinein, dass dort “Geburtsstillstand während der Austreibungsphase” als Diagnose stand. Wir scheinen also schon ziemlich “weit” gewesen zu sein…), ich hatte bereits Stunden von Schmerzen hinter mir und hatte in dem Moment den Eindruck “versagt” zu haben…

Dennoch war da auch ein kleines Stück Erleichterung. Zu wissen, dass ich es dann bald geschafft habe. Denn die PDA war inzwischen alle. Und sowieso war es zum Schluss so heftig, dass ich mich ein wenig freute “erlöst” zu werden. Trotzdem Angst. Angst vor der OP. Man würde mir die Bauchdecke öffnen. Was ist wenn die Betäubung zu wenig ist? Oder zuviel? Dann bekommt man nicht mehr richtig Luft!

Zitternd und heulend wurde ich nach unten gebracht. Glücklicherweise war das OP-Team wirklich sowas von nett, dass mir einiges der Angst genommen wurde. Die redeten alle sehr nett auf mich ein, erklärten mir was passieren würde. Ich bekam über den Zugang der PDA die Betäubung verabreicht. Es wurde immer wieder kontrolliert bis wohin die bereits wirkte, damit genau meine Ängste nicht eintreffen würden. Nicht zu viel und nicht zu wenig. Bis unter die Brust sollte ich zwar etwas SPÜREN, aber halt keine Schmerzen empfinden.

Ich wurde in den OP geschoben und alles wurde bereit gemacht. Wenn meine Beine nicht betäubt gewesen wären, ich hätte vor Aufregung wahrscheinlich immer noch gezittert wie Espenlaub. Während man mich da zurechtmachte sagte netterweise noch eine aus dem OP-Team, was im übrigen nur aus Frauen bestand, dass ich ja wohl total den schönen Bauch hätte. Nicht ein einziger Streifen so schön kugelrund :-) Das fand ich irgendwie witzig und hoffte nur, dass sie mir selbigen nicht mit dem Messer verhunzten ;-)

Zum Schluss kam das berühmt berüchtigte blaue Tuch, was vor mir aufgespannt wurde. Sie holten den Liebsten dazu, der sich neben meinen Kopf setze (er erzählte mir hinterher man hätte ihn vorher eindringlich darauf hingewiesen, dass er unter KEINEN UMSTÄNDEN aufzustehen habe!!! ;-) ), auf der anderen Seite saß die nette Anästhesie-Ärztin und erklärte mir immer wieder was jetzt gleich passieren würde und wie sich das für mich anfühlen würde. Irgendwann spürte ich einen Druck auf dem Bauch. Es hätte jemand mit einem Finger einen Strich ziehen können, aber ich wusste natürlich, dass das nicht so ist. Ich dachte mir nur “na toll, jetzt haben sie dir die Bauchdecke aufgeschnitten!” Es folgte ein ziemliches Tohuwabohu in meinem Bauch. Anders kann ich es nicht beschreiben. Es fühlte sich so “wellenförmig” an, die Bewegungen. Irgendwann sagte die Anästhesie-Ärztin, dass es sich gleich so anfühlen würde, als ob sich wer auf meinen Bauch stemmt, weil die Ärzte dem Baby von oben quasi noch einen Anschubs geben und dann würde das Kind geboren. Und tatsächlich hatte ich den Eindruck, dass jetzt wer fast auf mir drauf liegt…. und dann hörten wir einen Schrei!!!!! ♥

“Ein kleiner Junge!” sagte irgendwer. Und dann wurde das Baby in den Nebenraum gebracht (im OP war es wohl schweinekalt sagte mir der Liebste hinterher) und untersucht. Ganz nebenbei wurde wohl als erste heilige Handlung der Arzt angepillert :-) Dann brachte man ihn in ein Handtuch gewickelt zu uns und legte ihn in mein Sichtfeld. Da war es, mein Baby, unser Baby, unser Sohn!

An diesem “langen Samstag” um 10:58h blieb für uns für einen kurzen Augenblick die Welt stehen! ♥

18 comments

  1. Super Mom says:

    Auch wenn es vielleicht nicht so lief, wie gewünscht, so hoffe ich, hast Du den gedanken “versagt” zu haben, schnell vergessen, denn sowas ist totaler blödsinn!
    Im Übrigen, seit langem mal ein toller Geburtsbericht. Warum kann ich Dir nicht genau sagen, aber er macht Mut! Ich weiß viele Schwangere lesen gern diese Breichte aber bei vielen will man gar kein Kind mehr :-) Bei deinem schon. Weil Du so voller Kraft schreibst!
    Ich wünsch Euch eine tolle gemeinsame Zeit und alles Gute!
    Liebe Grüße!

  2. ChiefJudy says:

    Ich hab meinen Blasensprung tatsächlich gehört, wenn ich mich jetzt im Nachhinein so erinnere ;)

    Da hast ja ganz schon was durch. Allerdings glaube ich auch, dass es gut war, den Kaiserschnitt zu machen, BEVOR es dann wirklich notfallmäßig aufgrund schlechter Herztöne etc gemacht werden mußte. Dann bekommst Du nämlich eine Vollnarkose, weil das schneller geht.

    Dass die Hebamme nicht mehr Mut zugesprochen hat find ich aber doof. Wobei unsere auch ziemlich unpersönlich war, leider war es eine derjenigen, die ich nicht schon kannte. Ich denke aber, für die ist das so sehr “Tagesgeschäft”, das ist schon so Routine, das merkt man halt bei einigen dann doch.

    Aber Hauptsache, Euer Kleiner ist jetzt gesund da, oder? :)

    • sommerelfe says:

      ich hab ihn ja dann scheinbar auch gehört. Nur hab ich in dem Moment noch nicht dran gedacht :-)
      Vollnarkose hätte ich wirklich ziemlich doof gefunden. Da fehlt einem glaub ich wirklich der Moment der Geburt einfach.
      Die Nachthebamme hatte ja Gott sei Dank um & Uhr Dienstende :-) Und die Frühschicht war wesentlich netter! (wenn auch etwas “forsch” mit den va.gina.len Untersuchungen, aber man kann ja nicht alles haben :D

  3. Nad says:

    Jetzt habe ich Tränchen in den Augen, sehr schön geschrieben. Auch wenn es vielleicht nicht so lief wie du es geplant oder dir vorgestellt hast aber ich denke du solltest keine Zweifel an dir haben. Manchmal geht es nicht weiter und man muss einen anderen Weg gehen.

  4. sommerelfe says:

    Der Schock im ersten Moment über den Kaiserschnitt hat sich inzwischen dahingehend gewandelt, dass ich einfach dankbar bin, dass wir diese Alternative hatten. In einem anderen Land oder zu einer anderen Zeit hätte vielleicht einer von uns beiden die Geburt nicht überlebt und ich bin deswegen jetzt ja keine schlechte Mama, weil ich es “nicht richtig zu Ende gebracht” habe.
    Danke trotzdem, dass ihr das nochmal so betont :-)

  5. Die Französin says:

    So eine Erfahrung bleibt für immer im Kopf. 2 Blasensprungen für mich, aber 2 unterschiedliche Erfahrungen… ich frage mich schon, wie es diesmal laufen wird, was zu mir kommen wird…. Naja, ich muss noch 8 Wochen warten…

    Nur eins weiss ich. Wenn man endlich sein Baby im Arm hat, dann ist alles paradoxerweise “vergessen”.

  6. Märchenkönigin says:

    Uiui… ja so ein ungeplanter Kaiserschnitt ist nicht gut… Ich weiß von meiner liebsten Freundin, dass dieser, wenn auch ungeplant, zielich erlösend sein kann. Sie hatte auch einen Geburtsstillstand… der Kleine war zwar schon im Becken… hatte sich aber auf dem Weg dahin noch mal in Sterngucker-Position gedreht und wollte dann nicht “heraus” bzw. die Herztöne wurden schlechter… sie musste die Presswehen unterdrücken, bis die Kaiserschnitt-Betäbung gewirkt hat… ich stelle mir das als echt grausam vor, denn ich kann mich sehr an die Urgewalt der Presswehen erinnern. Das kleine Kerlchen war dann auch ganz schön stramm mit genau 4kg… das wäre sicher noch sehr anstrengend geworden. ;-)
    Aber jetzt ist alles gut! Schön, dass die Ärzte rechtzeitig die Reisleine gezogen haben… Die Schmerzen sind ja nicht zu unterschätzen und besser so für alle Beteiligten.
    Du wirst sicher noch etwas Zeit brauchen um die Geburt zu verarbeiten, aber ich glaube, du hast schon ein wenig Frieden geschlossen, oder? Und das Wunder dann im Arm zu halten, lässt einen schnell verzeihen…

    Das mit dem Tanzen auf der Hochzeit vorher finde ich witzig… ich habe nämlich 4 Wochen vor der Geburt auch noch ein letztes Mal in der Disko das Tanzbein geschwungen. ;-)

    • sommerelfe says:

      hihi, bei uns war die Tanzeinlage aber nur einen Tag vorher. Schön Wiener Walzer und Co. Und ich glaube ich hab noch nicht mal eine schlechte Figur dabei gemacht :-)
      Und Spaß hat es gemacht! :-)

  7. blumenpost says:

    Als hätten wir die gleiche Hebamme gehabt… so war meine auch und ich hätte da auch mal jemanden gebraucht der mich unterstützt, mal ne Wehe mitatmet oder so.

    Ich hoffe du konntest mittlerweile mit der Geburt abschließen. Das wichtigste ist dass es euch beiden gut geht!

    • sommerelfe says:

      Alles gut! Ich bin zufrieden so wie es ist.
      So einen Bericht verfassen und mit wem drüber sprechen hilft auch schon ungemein. Und immerhin bin ich reichlich entlohnt worden *zu dem niedlichen kleinen Kerl rüberschiel* :-)

  8. Pienznaeschen says:

    Geburten sind so vielfältig und immer ganz besonders und wie nichts planbar im Leben. Bis auf die Hebi klingt es aber nach einer wundervollen Geburt, ein Wunder wurde geboren, durch Dich – Du hast die Kraft und den Schmerz getragen und ich finde es ist dann vollkommen egal wie. Du Mama :)

    Danke für das Teilhaben lassen.

  9. Ulli says:

    Bei mir lief es letzten August ähnlich wie bei dir, jedenfalls endete es auch im KS und ich dachte auch “na toll” – genau das, was ich vermeiden wollte. Nunja, manchmal kann man es sich nicht aussuchen. Toller Bericht.

  10. Fräulein Emma says:

    Das ist wirklich ein soo schöner Geburtsbericht. Ich kann gar nicht sagen warum, aber er hat mich tief berührt.. Ich habe sogar ein paar Tränen vergossen.
    Ich wünsche mir auch sehr ein Baby und hoffe dass es bald klappen wird.

    • sommerelfe says:

      Dankeschön. Ist ja nun schon ein paar Tage her. Wegen deines Kommentars musste ich mir doch selber nochmal durchlesen, was ich da geschrieben hatte. Es war schon wirklich ein ziemlich einschneidendes Erlebnis. Und jetzt ist der Krümel bereits 3 Jahre alt!

      Gerade warte ich auf die Geburt unseres zweiten Kindes. Es kann sich nur noch um wenige Tage handeln und ich bin sehr gespannt, wie es diesmal wird. Vorfreude, aber auch etwas Angst und Respekt schwingen da mit. Ich hoffe, dass es nicht mehr zu lange dauert.

      LG

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