An alle (werdenden) Mamis

Habt ihr euch schon darüber informiert, wo ihr eure Krümel zur Welt bringen möchtet? Wird (oder war) es ein “normales” Krankenhaus? Habt ihr in einem Geburtshaus entbunden (und wie waren eure Erfahrungen)? Oder gar zu Hause?
Gibt es irgendwelche Tipps, die ihr einer “Erstschwangeren” mitgeben wollt?

Ich bin auf eure Erfahrungen oder Pläne sehr gespannt, da ich mich jetzt auch mal ein bisschen genauer damit befassen wollte. Jetzt, wo die magischen 12 Wochen ja rum sind (heute sind wir bei 13+0!), können wir ja mal ein wenig anfangen zu planen.
Auch in punkto Hebamme: wollt oder hattet ihr bereits eine vor der Geburt? Was sind dort eure Erfahrungen?

17 comments

  1. blumenpost says:

    Da bin ich gespannt was du für Antworten bekommst.

    Eine Hebamme habe ich mir ganz früh gesucht, weil ich es gebraucht hab jemandem meine Sorgen mitzuteilen.

    Ich werde mir irgendwann 2 bis 3 Krankenhäuser anschauen, wir haben hier viel Auswahl.
    Geburtshaus hätte ich mir gern angeschaut, aber das möchte mein Mann auf keinen Fall. Vielleicht kann ich ihm das beim nächsten Kind schmackhaft machen.

  2. Märchenkönigin says:

    Hebamme würde ich sofort anfangen zu suchen. Ich habe mich in der 13. Woche umgeschaut und bereits von zwei zu hören bekommen, dass sie für meinen Entbindungszeitraum schon belegt sind!!! Schau einfach im regionalen Hebammenverzeichnis. Ich hab danach geschaut, was sie anbietet. Den GVK und die Rückbildung wollte ich bei ihr machen (nicht alle bieten Kurse an), Akkupunktur und homöopathische Behandlung waren mir wichtig. Ruf einfach ein paar an und entscheide dich nach dem Telefonat je nach Sympathie für ein Erstgespräch. Wenn du dich da dann wohlfühlst prima (immerhin werdet ihr ein sehr intimes Verhältnis haben), wenn nicht, scheue dich nicht nach einer anderen zu schauen. Wir oft ihr euch vor der Geburt trefft, entscheidet meist die Hebamme. Bei mir war es, glaube ich, 3 mal und dann noch 4 mal in den Wochen direkt vor der Geburt. Da wurde dann geburtsvorbereitende Akkupunktur gemacht und CTG geschrieben. Und gemoxt hat sie auch, weil die Prinzessin ja in Beckenendlage lag. Dann hat sie uns nach der Geburt regelmäßig besucht und später habe ich noch die Rückbildung und einen Babymassagekurs gemacht. Insgesamt hatten wir so bis zum 6. Monat nach der Geburt regelmäßigen Kontakt. Wenn man stillt, kann man aber auch noch später je nach Bedarf einen Termin vereinbaren (auch z.B. um eine Beikosteinführung zu bekommen).
    Es gibt auch Bereitschaftshebammen, die bei der Geburt dabei sind. Das sind aber nur wenige und sie sind meist an ein Krankenhaus gebunden. Wenn du also Kliniken besichtigst, kannst du vielleicht eine solche kennenlernen. Im Geburtshaus gibts auch welche. Wenn du dort entbinden möchtest, dann empfiehlt es sich eine Geburtshaushebamme zu nehmen.

    Zur Entbindungsklinik. Wir haben insgesamt drei besichtigt und dann gewählt. Schau dich mal um, es gibt in jeder Klinik einen Einführungsabend für werdenen Eltern, meist mit Kreissaalführung. Dort kannst du dann auch mit Ärzten sprechen oder Fragen stellen. Interessant fand ich z.b. immer die Kaiserschnittrate der KH. Bei meiner Frauenärztin lag mal so ein Klinikführer von ELTERN. Schau oder frag mal nach. Meiner Meinung nach gibt es das für jedes Bundesland/Region in Deutschland. Dort war eine gute Tabelle mit Leistungen der einzelnen Krankenhäuser im Vergleich. Nicht jedes hat z.b. eine Neugeborenintensiv nebenan (wenn dir das wichtig ist) oder einen Anästhesist in Rufbereitschaft (für PDA wichtig). Einige Krankenhäuser werben auch mit speziellen Stillhebammen oder Aromatherapie, Homöopathie unter der Geburt. Such mit Herz und Verstand aus und lass dir genügend Bedenkzeit dabei. Wenn du dich entschieden hast, empfiehlt es sich in der Wunschklinik in einem Vorstellunsgtermin anzumelden. Dort kannst du schon mal die wichtigsten Angaben hinterlassen und Wünsche für die Geburt äußern oder schon mal den PDA-Bogen ausfüllen. Wenn man dann nämlich unter Wehen eintrifft, hat man nicht mehr so viel Lust zu reden. ;-)

    Ich hätte damals sehr gerne in einem Geburtshaus entbunden. Nur leider gibt es nur ein einziges in der Stadt, was nicht wirklich schön ist (in den privaten Räumen einer bestimmten Hebamme zu hause). Letztendlich hat sich meine Klinikwahl dann durch die Beckenendlage der Prinzessin herauskristallisiert. Die gewünschte Klinik war u.a. auf BEL-Geburten spezialisiert und so waren wir dort bestens aufgehoben.

    Puh, ist das lang geworden. Ich hoffe, das reicht erstmal an Informationen. Sonst kannst du gerne nachfragen. ;-)

    • sommerelfe says:

      Wow, danke für deinen superausführlichen Bericht! Da werde ich mir auf jeden Fall mal diesen Link zu Gemüte führen.
      Wir haben hier *zähl* 4 Kliniken und ein Geburtshaus. Das ist direkt neben einer dieser Kliniken und kann somit auf einen Anästesisten aus der Klinik zurückgreifen. Dann gibt es noch eine, wo die Kinderklinik direkt dran ist. Ist aber nicht so, dass das nicht von den anderen drei Kliniken innerhalb kürzester Zeit zu erreichen wäre.
      Ich glaub ich werde mir alle mal ansehen und mal schauen, wann so die Info Abende sind.
      Komisch ist halt nur, dass ich den Krümel noch garnicht spüre, man sich aber schon Gedanken darüber macht, wie er da wieder rauskommt :D

      Ganz ganz vielen lieben Dank! :-)

  3. Johanna says:

    Also ich habe immer wieder festgestellt, wie glücklich mich die Termine mit meiner Hebamme gemacht haben. Meine Gynäkologin ist mitunter ein wenig, nun ja, launisch und manchmal hat mich das fürchterlich geärgert. Die Termin mit meiner Hebamme waren immer so viel entspannte und ich habe mich vor allem auch viel ernster genommen gefühlt. Das liegt schon daran, dass die Hebamme meist viel mehr Zeit hat und man Gedanken, die man sich macht oder Probleme, die man hat ganz anders besprechen kann. Wichtig bei der Hebammenwahl war mir, dass sie Vor- und Nachsorge übernimmt, lieber nur eine Person, als unterschiedliche.

    Ich habe mich auch für eine Geburt im Geburtshaus entschieden, weil das für mich, denke ich, das Richtige ist. Ich möchte so wenig ärztliche Intervention und vor allem Bevormundung erfahren als möglich ist. Manchmal habe ich das Gefühl, aufgrund meiner Jugend (die jetzt ja immerhin auch schon 23 Jahre zählt) nicht recht ernst genommen zu werden. Natürlich liegt das auch an mir und meiner hormontechnisch verschobenen Wahrnehmung, aber ich fühle einfach, dass ich für die Geburt des Bebingers niemand mehr an meiner Seite brauch als meine Hebamme und meinen Mann. Aber die Bedürfnisse und Wünsche sind ja so unterschiedlich, wie jede Frau :). Du findest bestimmt einen tollen Ort, an dem du dein Kind zur Welt bringst!

  4. blogprinzessin says:

    Also, Mr. Strandfynd und ich waren uns sehr schnell einig das wir auf jeden Fall in ein Krankenhaus wollen. Da ich in den letzten Jahren viele Monate in Krankenhäusern verbracht habe, war auch klar das ich wenn möglich eine ambulante Geburt haben will. Die Klinik im Nachbardorf kommt nicht in Frage weil die einen ganz schrecklichen Ruf hat, und mein Mann auch dort schon ein paar mal Leute hingeschickt hat und die kamen dann nicht mehr wieder *schauder*. Also wird es die auf keinen Fall. Jetzt haben wir zwei in der engeren Auswahl und werden uns bei beiden mal einen Infoabend anschauen, dann werden wir weitersehen.

    Meine Hebamme ist im Moment die Hebamme in meiner GynPraxis, aber sie hat mir gleich eine Kollegin für den Geburtsvorbereitungskurs / Wochenbett empfohlen, die Dame klang auch sehr nett am Telefon, und so habe ich den Kurs gleich bei ihr “gebucht”. Im Krankenhaus wird es dann eine Beleghebamme sein, aber das ist mir eigentlich wumpe wer da mit mir mein Kind auf die Welt bringt, solange es keine Schwesternschülerin ist ^^.

  5. B. says:

    Es ist Quatsch nach Kaiserschnittraten zu gucken. Denn wenn ein KH eine Neugeborenenintensivstation hat, ist dort die Rate aufgrund von Frühgeburten, notwendigen Schnitten,… logischerweise höher

    • ChiefJudy says:

      Yup, genau das. Es kommt in dem Fall auf das KH an. In einer Uniklinik liegt die Schnittrate IMMER höher, als in einer kleinen Privatklinik etc. Eben aus diesen Gründen.

    • Märchenkönigin says:

      Na nicht nur isoliert danach gucken ist doch klar. Mehrere Indikatoren sollten bei der Klinikwahl betrachtet werden. Und das die Rate in Spezialkliniken höher ist, ist auch total logisch. Aber so insgesamt sagt sie doch was aus. Meine Meinung.

      • B. says:

        Was sagt sie denn für dich aus? Ich finde, dass das überbewertet wird. Denn, wer eine spontane Geburt will, wird das in jeder Klinik können. Wer einen Wunschkaiserschnitt möchte, wird den auch bekommen. Kein Arzt wird dich zu nem KS zwingen/ überreden, wenn du ihn nicht willst. Ich hatte nach mehreren Tagen Wehen nen KS weil es meinem Kind nicht mehr gut ging. Was sagt jetzt die eine Person mehr (ich) in der Rate aus? Wenn es notwendig wird, dann ist es so und du tust alles für dein Kind. Ich glaube, viele hören KS und denken nur, dass der gewünscht war. Ist er oft aber nicht!

  6. ChiefJudy says:

    Ich gehe in ein Krankenhaus. Und zwar in das, in dem ich arbeite.
    Genau dieses Krankenhaus ist mir deshalb wichtig, weil es dort eine Neugeborenenintensiv gibt UND eine Blutbank. Es kommt zwar selten vor, aber manchmal kann es nach einer Entbindung zu lebensgefährlichen Blutungen kommen, und wenn man dann in einem Geburtshaus oder KH ohne Blutbank liegt, und dann erst ein Taxi oder Blaulichtwagen nach einer Blutkonserve durch die Stadt geschickt werden muß, gehen wertvolle Minuten verloren. Und wenn das Baby auf die Intensiv muß, und ich in einem anderen KH liege, wäre das auch nicht so prickelnd.

    Hebamme habe ich eine zur Nachsorge, bei der Vorsorge vertraue ich lieber auf den Doc. Der macht nämlich auch als einziger Ultraschall – und das ist mir mit am Wichtigsten, da man da am meisten sieht. Sowohl beim Baby, als auch bei der Plazentalage, als auch beim Muttermund. Danach ist aber die Hebamme wichtiger, da die beim Stillen hilft etc.

    Ich bin jetzt dann in der 20. Woche und habe mir die Hebamme vor zwei Wochen gesucht, bzw gefunden. Im KH melde ich mich demnächst zur Entbindung an, die wollen eine das erste Mal ab der 20. Woche sehen.

    Mein Baby spüre ich seit ein- zwei Tagen zum ersten Mal richtig ;)

  7. pjaupe says:

    Ich persönlich würde nur in einer Klinik mit angeschlossener Neugeborenen Station entbinden, damit für den Fall der Fälle alles an Ort und Stelle ist. Wenn du nach der Geburt selber nicht fit bist und dein Kind dann evtl. in ein anderes Krankenhaus gebracht werden muss – das wünsche ich keinem.
    Bei der Geburt bist du weitgehend mit der Hebamme alleine, daher finde ich persönlich keinen großen Unterschied zu einem Geburtshaus. Ich hab aber auch nichts gegen Ärzte. Die können einem oftmals ganz gut helfen. Bei der Entbindung meines Kindes wäre ohne Ärzte wahrscheinlich einiges in die Hose gegangen. Sollte man nicht unterschätzen.

  8. Märchenkönigin says:

    Hm, mir fällt wieder auf, wie wichtig diese klinische Sicherheit vielen werdenen Müttern doch ist. In meinem GVK war das auch so. Die meisten wollten in die Klinik mit angeschlossener Frühgeborenenintensiv. Unbedingt.

    Aber ich war da irgendwie anders. Entspannter vielleicht? Warum vom schlimmsten ausgehen, wenn die Schwangerschaft bisher ohne Komplikationen verlief und ich mir, dem Babymädchen und meinem Körper vertraute? Ich habe eh eine leichte Klinik-Phobie und wollte so entspannt und natürlich entbinden wie möglich. Ohne allzu viel klinisches Trallala. Hm. Letztendlich halt doch Kinik mangels Geburtshaus und der unvorhersehbaren Situation (BEL), wo ich mich trotz allem wunderbar aufgehoben gefühlt habe. Aber wenn ich die Wahl gehabt hätte, wäre mir ein Geburthaus oder Geburtszimmer oder was auch immer wohl am liebsten gewesen.

    Aber jeder ist da eben anders. Liebe Sommerelfe, wäge einfach ab. Schau, was du brauchst. Hör auf dein Bauchgefühl. Wenn dir der Sicherheitsaspekt wirklich so wichtig ist, dann kannst es ja so machen, wie die Damen oben raten. Ansonsten ist ein Geburtshaus auch eine wunderbare Stätte für den Start ins Leben. Und bei Komplikationen kannst du immer noch ins KH gebracht werden. Manchmal gibt es auch so Zwinschendinge (Geburtszimmer unter Hebammenleitung in einer Klinik oder so). Schau einfach, was zu dir und deiner gewünschten Geburt am besten passt.

    • B. says:

      Warum machst du anderen zum Vorwurf Sicherheit zu wollen? Ich hatte auch eine Traumschwangerschaft. Keine Probleme. Mir war nie schlecht, keine Rückenschmerzen, kein Wasser, nix… Ich war völlig entspannt. Hier gibt es kein Geburtshaus. Also blieb nur die Klinik. Und das war schlussendlich besser so. Mein Kind musste dann geholt werden. Und in der Situation war ich froh, nicht erst mit dem Krankenwagen gefahren werden zu müssen.

      Ich finde, du gibst unterschwellig den Tipp in ein Geburtshaus zu gehen. Sonst zeigt man wie unentspannt man ist.

      Ich denke, Sommerelfe, du solltest dir die Möglichkeiten in deiner Stadt vor Ort ansehen und dann, im wahrsten Sinne des Wortes, auf dein Bauchgefühl hören. Entbinde da, wo du dich wohl fühlst.
      Ich wünsche dir eine komplikationslose Schwangerschaft!

  9. Lisette says:

    Wie schön, noch eine werdende Blogmami! Erfahrungen zur ersten Geburt werde ich allerdings erst im Juni teilen können ;) Bis dahin verfolge ich dann schon mal gespannt, wie es hier weitergeht. Schöne Grüße!

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