Kochabend mit Familie L.

Schon seit dem wir die beiden kennen, machen wir in regelmäßigen Abständen einen Kochabend. Wir verteilen vorher die Aufgaben wer sich um was kümmert und dann treffen wir uns entweder bei denen oder bei uns und ich liiiiebe diese Abende. Weil ich auch die beiden total gerne mag.

Vor gut 3 Jahren kann ich mich noch gut daran erinnern, wie ich etwas viel von dem Wein getrunken hatte, aber versprochen hatte das Dessert zu machen. Maracuja Soufflé! Hatte ich bis dato noch nie gemacht und wie das so ist, wenn man leicht angetrunken ist und sich auf etwas konzentriert, dann bekommt man alles andere garnicht mehr mit. So habe ich erst später aufgeguckt, als mal so Sätze fielen wie „und im Büro bringen wir dann erstmal das Kinderbettchen unter“. Kinderbettchen?

Da fiel dann auch bei mir der Groschen: Familie L. ist schwanger! Inzwischen ist die kleine zweieinhalb, hat bereits eine kleine Schwester (0,5 Jahre) und den Hund gab es schon „immer”.

Eine richtige Großfamilie also inzwischen.

Dementsprechend hatten wir am Sonntag richtig Leben in der Bude. :)

Hund war zu Hause, dafür hatten sie den Hund von seinem Vater dabei, der frisch kastriert wurde. Der arme war dementsprechend etwas aufgekratzt und die neue Umgebung, unsere Wohnung, die er nicht kannte, sorgten anfangs auch nicht gerade für Entspannung bei ihm.

Dann ging es an die Zubereitung:
Vorspeise Bruschetta
Hauptspeise selbstgemachte Pasta mit selbstgemachter Pesto, getrockneten Tomaten, Rucola und Parmesanflocken drauf
Nachspeise selbstgemachtes Vanilleeis mit warmen Pflaumenmus

Die „Große“ wollte natürlich überall mithelfen. So wurde vom Basilikum fein säuberlich jedes Blättchen entfernt, der Pastateig wurde mitgeknetet und zwischendurch hat sich die kleine Maus einfach vor unser Aquarium gesetzt und fasziniert die Fische angeschaut. Leere Klopapierrollen wurden ordnungsgemäß durch neue ersetzt, alle bunten Löffel auf dem Tisch verteilt und dabei immer wieder durchgezählt, die kleine Schwester beim Liebhaben fast erdrückt und voller Stolz beim Essen auf dem Boden gesessen (wir wollten nicht an den Küchentisch, weil die Küche ja noch voller Chaos war, also sind wir an den Couchtisch gegangen. Und wenn man schonmal beim Essen auf dem Boden sitzen darf, wird das natürlich gern gemacht ;-) )

Dafür wurde die Kleinste noch auf unserem Sofa gewickelt, hat neugierig bei allem zugesehen, wurde nur ganz am Schluss ein kleines bisschen nölig, weil sie einfach müde war. (ein wirklich sehr liebes Baby!)

Es war ein riesengroßes tolles schönes Chaos. Wir waren zwar ein wenig fertig, als die Großfamilie samt Hund weg war und es auf einmal ganz leise war. Aber solche Abende sind einfach immer wieder schön :-)

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Klein L. gestikulierend vor den Klopapierrollen: „Und wenn die alle it, dann die. Und wenn die alle it, dann die. Und wenn die alle it, dann die. Und wenn die alle it, dann die. Und wenn die alle it, dann die. Und wenn die alle it, dann die. Und wenn die alle it, dann die. ….. *Arme verschränk* So it dat!“  :-)

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Der Pastateig ist in kleine Kugeln geformt, die „Erwachsenen“ unterhalten sich. Dann merken sie, dass Klein L. den Teig wieder auseinanderzupft. Alle: „Hhhhh! (Ich kann das Geräusch, was Lufteinziehen macht nicht aufschreiben) Was machst du denn da?!?!?!!?!“ Klein L. schaut entsetzt. Die „Erwachsenen“ erinnern sich daran, wie es damals war in so einer Situation zu sein. Meist hat man vor Schreck einfach geweint. Bei Klein L. sieht das Gesicht auch nicht besser aus. Alle ganz schnell: „Nein, ist nicht schlimm! Wir bauen das einfach wieder zusammen! Nicht schlimm! Alles gut!“

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„Ein – Dei – Vier – Fünf – Sechs – Sieben – Att – Neu – Zehn“
(zwei und drei klingen für sie gleich, deswegen spricht sie es halt nur einmal. Logisch, oder ? ;-) )

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